Wissenschaft

Es ist unser erklärtes Ziel, allen an der Präventivmedizin interessierten Personen, Experten ebenso wie Laien, die neuesten Erkenntnisse aus der Forschung in verständlicher Form und mit praktischen Handlungsanweisungen näher zu Bringen. Dies tun wir im Rahmen der präventivmedizinischen Seminare, indem wir Referenten einladen, die zu ausgewählten Themen aus ihrem Fachgebiet sprechen. Darüberhinaus werden wir auf unserer Website aktuelle Forschungsergebnisse präsentieren, die unsere Mitglieder aufgrund ihrer eigenen Forschungstätigkeit sowie aufgrund ihrer internationalen Kontakte einem breiteren Publikum vermitteln möchten.

Definition Prävention

Das Wort "Prävention" kommt vom lateinischen Verb "praevenire" und bedeutet "verhindern oder zuvorkommen".

Prävention umfasst neben dem medizinischen Fach "Hygiene" auch die Erforschung und Praxis, Krankheiten im frühestmöglichen Stadium aufzudecken (z.B. durch Vorsorgeuntersuchungen), deren Häufigkeit (Prävalenz und Inzidenz) in der Bevölkerung und die begünstigenden Umstände (Risikofaktoren) festzustellen, ferner den Versuch, durch geeignete Maßnahmen (z.B. Aufklärung über und Behandlung von Risikofaktoren und Frühstadien) den einzelnen Patienten vor einer Erkrankung zu bewahren (oder zumindest deren Verlauf günstig zu beeinflussen) und damit die Häufigkeit der Krankheit (bzw. deren schwerwiegende Folgen) in der Gesamtbevölkerung zu senken.

(Roche Lexikon Medizin (4.Aufl.), Urban & Schwarzenberg, München)

Primär- / Sekundär- / Tertiärprävention

Die Primärprävention hat zum Ziel, die Gesundheit zu fördern und zu erhalten und die Entstehung von Krankheiten zu verhindern. Maßnahmen der Primärprävention können Individuen ebenso wie Personengruppen betreffen. Hierzu gehört zum Beispiel die Vermeidung von Risikofaktoren. Anti-Raucher-Kampagnen, Programme zur gesunden Ernährung oder zur körperlichen Aktivität.

Die Sekundärprävention soll das Fortschreiten eines Krankheitsfrühstadiums durch Frühdiagnostik und -behandlung verhindern. Sie umfasst Maßnahmen zur frühzeitigen Entdeckung von Krankheiten und greift in Risikosituationen und erkennbare Veränderungen ein. Screening-Untersuchungen bei scheinbar Gesunden auf das Vorliegen bestimmter symptomloser Krankheitszeichen oder -vorzeichen zielen darauf ab, Krankheiten im Frühstadium zu erkennen und sie durch rechtzeitige Behandlung möglichst zur Ausheilung oder zum Stillstand zu bringen.

Als Tertiärprävention wird die Vermeidung der Verschlimmerung von bereits manifest gewordenen Erkrankungen bezeichnet; sie beinhaltet aber auch die Rückfallprophylaxe sowie die Prävention von Folgestörungen bei bereits bestehenden Krankheiten bzw. eingetretenen Ereignissen.
(Medizinischer Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen e.V. (MDS),Institut für Sozial- und Präventivmedizin, Universität Zürich

Forschung

In allen Fachbereichen der Medizin werden wissenschaftliche Studien zu ausgewählten Fragen der Präventivmedizin durchgeführt. Die Mitglieder und Förderer der IGPM haben es sich zur Aufgabe gemacht, internationale Forschungsergebnisse auszuwerten und auf ihre Übertragbarkeit in Deutschland zu überprüfen.
Neue Forschungsvorhaben werden von der IGPM an die Universitäten herangetragen und in Kooperation mit Sponsoren gefördert.

Die IGPM unterhält Kontakte zu folgenden Universitäten und Forschungsinstituten

Harvard Medical School
National Institute of Health, Bethesda, Washington
Semmelweis Universität Budapest
Karlsuniverstät Prag/Pilsen
Moskau und Kiew
St. Petersburg, Prof. Albrecht Institut für Rehabilitation und Wiederherstellung von Patienten mit Verlust von Extremitäten

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